Lange, lange, lange habe ich überlegt, wie ich wieder in diesen Blog reinfinden könnte. Würschtl und Schnupsi sind ja mittlerweile schon „große“ Kinder, oft unfassbar niedlich oder nervig - wie Kinder halt so sind.
Sagen lustige Sachen, bringen einen an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Ihr wisst. Aber das ist ja irgendwie normaler Alltag.
Heute allerdings. HEUTE! Heute sitze ich im Wohnzimmer meines Elternhauses und schaue GER-BRA, während Schnupsi mit Opa oben Faxen macht.
ZEITGLEICH schaut das Würschtl mit Oma in der Küche eine Bunte Sendung (!) mit Stefanie Hertel (!!) und während irgendjemand talentfreies ebendort „Da sind Millionen Lichter“ brüllt, fragt Würschtl-Oma: „Gefällt dir das? Magst du weiter gucken?“
Und ich lausche, lasse Rüdiger und Jésus Rüdiger und Jésus sein, halte den Atem an, ein tumbleweed weht durchs Wohnzimmer und ich höre ein klares, vernehmliches „Ja, das ist toll.“
7 Jahre Erziehung völlig für nix und wieder nix.
Zur Sicherheit zeichne ich das heutige Fußballspiel auf und lasse es in Schnupsis Schlafzimmer als Dauerbeschallung laufen. Oder nehme gleich das 1:7. Wozu hat man zwei Versuche?
Dienstag, 27. März 2018
Sonntag, 31. Dezember 2017
Aaaaalso...
... einen faktisch toten Blog nach 3 Jahren am 01. Januar des neuen Jahres wiederzubeleben ist ja total abgeschmackt.
Deshalb mache ich das noch schnell heute.
Ich weiß noch nicht, wo die Reise hingeht, ob sie lange dauert oder vielleicht doch wieder nach ein paar motivierten Wochen in der Sackgasse Alltagsstress mit der Dauerbaustelle Beruf-Familie-Haushalt-Sozialleben endet.
Aber egal ob Wochenendausflug oder Sabbatjahr mit Weltreise: Würschtl und Schnupsi sind auf jeden Fall dabei.
In diesem Sinne:
Guten Rutsch und so!
Deshalb mache ich das noch schnell heute.
Ich weiß noch nicht, wo die Reise hingeht, ob sie lange dauert oder vielleicht doch wieder nach ein paar motivierten Wochen in der Sackgasse Alltagsstress mit der Dauerbaustelle Beruf-Familie-Haushalt-Sozialleben endet.
Aber egal ob Wochenendausflug oder Sabbatjahr mit Weltreise: Würschtl und Schnupsi sind auf jeden Fall dabei.
In diesem Sinne:
Guten Rutsch und so!
Dienstag, 25. November 2014
Konsalikwürschtl
Man kann sagen, die 17km Kinderbücher, die sich in diesem
Haushalt befinden, zeigen langsam ihre Wirkung.
Ich sitze stillenderweise mit Schnupsi auf der Kautsch, da kommt das Würschtl, ebenfalls mit Baby(puppe) und setzt sich neben uns. Aber eigentlich ist das viel zu profan ausgedrückt. Sagen wir: das Würschtl nimmt Platz. Das passt besser, denn dann blickt es aus dem Fenster hinaus in den sonnigen Herbsttag, seufzt leise, schaut mich an und spricht: "Ach wie herrlich. Wie geruhsam." und nickt mir danach wissend zu.
Ich muss zugeben, ich hab die bildungsbürgerliche Stimmung durch meine dreckige Lache etwas versaut. Aber das ist vielleicht auch besser so: bei uns im Kiez kriegt sie in der Grundschule für so altkluge Sprüche bestimmt auf die Nase.
Zur Zeit ist es allerdings noch sehr niedlich.
Und wer jetzt sagen kann, welcher Kinderbuchklassiker da zitiert wurde, kriegt einen Gummipunkt. Ossis kriegen zwei: ich kannte das nämlich nicht.
Haushalt befinden, zeigen langsam ihre Wirkung.
Ich sitze stillenderweise mit Schnupsi auf der Kautsch, da kommt das Würschtl, ebenfalls mit Baby(puppe) und setzt sich neben uns. Aber eigentlich ist das viel zu profan ausgedrückt. Sagen wir: das Würschtl nimmt Platz. Das passt besser, denn dann blickt es aus dem Fenster hinaus in den sonnigen Herbsttag, seufzt leise, schaut mich an und spricht: "Ach wie herrlich. Wie geruhsam." und nickt mir danach wissend zu.
Ich muss zugeben, ich hab die bildungsbürgerliche Stimmung durch meine dreckige Lache etwas versaut. Aber das ist vielleicht auch besser so: bei uns im Kiez kriegt sie in der Grundschule für so altkluge Sprüche bestimmt auf die Nase.
Zur Zeit ist es allerdings noch sehr niedlich.
Und wer jetzt sagen kann, welcher Kinderbuchklassiker da zitiert wurde, kriegt einen Gummipunkt. Ossis kriegen zwei: ich kannte das nämlich nicht.
Dienstag, 11. November 2014
Salon krehaartiv...
Das Würschtl ist ja grad im besten Alter für sogenanntes soziales Spiel. Das wird bemuttert und verarztet (und rumkommandiert!) wie nur was. Der Ton ist mitunter rauh, aber herzlich. Woher sie das wohl hat?
In diese Art von Spiel wird natürlich die ganze Familie eingebunden und so bin ich oft Kind und sie Erzieherin und eine halbe Minute später bin ich eine Mutter und muss mein Baby abholen. Das ist dann Schnupsi, der nicht so recht weiß, wie ihm geschieht, wenn wir 5 Minuten später nicht mehr im Kindergarten, sondern im Friseursalon sind und er eine Mullwindel über den Kopf gelegt kriegt. Oder im Krankenhaus löffelweise Wasser eingeflößt bekommt, in dem das Würschtl vorher fachmännisch Liebesperlen aufgelöst hat. Meist macht er stoisch bis freudig mit, allerdings selten so wie das Würschtl es wünscht. ("Schnupsi! Nicht SO!" *rumzerr*)
Neulich war dann ich selbst Kundin in Würschtls Haarstudio. Ganz professionell bat es mich Platz zu nehmen und fragte dann zuvorkommend: "Pferdeschwanz oder Ponyschwanz?"
Ich entschied mich mit allem gebotenen Ernst für den Ponyschwanz. Schon allein um rauszufinden, was das ist.
Das Würschtl zuppelte einigermaßen schmerzhaft in meinem Haar und versuchte energisch, ein paar Strähnen mit einem Haargummi zusammenzufassen. (Schnupsi kann froh sein, dass er noch nicht so recht Haare hat.)
Nach ca. einer Minute erfolgloser Zuppelei ließ es Bürste und Haargummi sinken und forderte resigniert "Kann mir mal einer helfen? Ich bin neu hier!"
Trinkgeld hab ich ihr dann aber nicht gegeben.
In diese Art von Spiel wird natürlich die ganze Familie eingebunden und so bin ich oft Kind und sie Erzieherin und eine halbe Minute später bin ich eine Mutter und muss mein Baby abholen. Das ist dann Schnupsi, der nicht so recht weiß, wie ihm geschieht, wenn wir 5 Minuten später nicht mehr im Kindergarten, sondern im Friseursalon sind und er eine Mullwindel über den Kopf gelegt kriegt. Oder im Krankenhaus löffelweise Wasser eingeflößt bekommt, in dem das Würschtl vorher fachmännisch Liebesperlen aufgelöst hat. Meist macht er stoisch bis freudig mit, allerdings selten so wie das Würschtl es wünscht. ("Schnupsi! Nicht SO!" *rumzerr*)
Neulich war dann ich selbst Kundin in Würschtls Haarstudio. Ganz professionell bat es mich Platz zu nehmen und fragte dann zuvorkommend: "Pferdeschwanz oder Ponyschwanz?"
Ich entschied mich mit allem gebotenen Ernst für den Ponyschwanz. Schon allein um rauszufinden, was das ist.
Das Würschtl zuppelte einigermaßen schmerzhaft in meinem Haar und versuchte energisch, ein paar Strähnen mit einem Haargummi zusammenzufassen. (Schnupsi kann froh sein, dass er noch nicht so recht Haare hat.)
Nach ca. einer Minute erfolgloser Zuppelei ließ es Bürste und Haargummi sinken und forderte resigniert "Kann mir mal einer helfen? Ich bin neu hier!"
Trinkgeld hab ich ihr dann aber nicht gegeben.
Freitag, 26. September 2014
Ohrwürmer und andere Tiere
Was einem ja in Hinblick auf die Elternschaft auch niemand sagt, ist, dass man einen nicht unbeträchtlichen Teil seines Lebens grauenhaften Ohrwürmern ausgesetzt ist. Während "Kam ein kleiner Teddybär" und "Aramsamam" (oder so) ja noch irgendwie niedlich waren, fand ich "Ri-Ra-Rommel, die Katze hat ne Trommel" schon nervig und der Titelsong von "Bibi und Tina" bringt alle in dieser Familie an den Rande des Wahnsinns. Außer das Würschtl - das singt tagaus, tagein "Das sind Bibi und Tina auf Amadeus und Sabrina...". Gern auch mit personalisiertem Text ("Das sind Würschtl und Schnupsi...". Man wird irre. Echt. Sogar Würschtls Oma rief neulich an und jammerte: "ich kann nicht mehr! Ich wach um 3 Uhr morgens auf und das erste, was mir einfällt ist diese blöde Bibi und ihr Gaul!"
Aber es gibt Hoffnung. Neulich holte ich das Würschtl vom Kindergarten ab und es sang auf "englisch" sowas wie "a leddles weh, a leddles weh" und ich dacht "Das kenn ich!" Und frag: "Würschtl, was singst du?" Und das Würschtl (vorwurfsvoll): "Das ist mein Ohrenkäfer. Seit heute morgen!"
Und da fiel es mir dann wieder ein.
EgoFM um 8.00 Uhr morgens:
Fences "Arrows"
http://m.youtube.com/watch?v=w9HVuk12GAE&autoplay=1#
Geht doch, Würschtl. Nu noch bisschen mehr Gitarren.
Update: Gestern hab ich das Würschtl im Vorbeigehen erwischt, wie es "Meine Schwester, die Poly-Esther" sang. Doch nicht alles falsch gemacht. :D
Aber es gibt Hoffnung. Neulich holte ich das Würschtl vom Kindergarten ab und es sang auf "englisch" sowas wie "a leddles weh, a leddles weh" und ich dacht "Das kenn ich!" Und frag: "Würschtl, was singst du?" Und das Würschtl (vorwurfsvoll): "Das ist mein Ohrenkäfer. Seit heute morgen!"
Und da fiel es mir dann wieder ein.
EgoFM um 8.00 Uhr morgens:
Fences "Arrows"
http://m.youtube.com/watch?v=w9HVuk12GAE&autoplay=1#
Geht doch, Würschtl. Nu noch bisschen mehr Gitarren.
Update: Gestern hab ich das Würschtl im Vorbeigehen erwischt, wie es "Meine Schwester, die Poly-Esther" sang. Doch nicht alles falsch gemacht. :D
Freitag, 19. September 2014
Meanwhile...
...back at the ranch.
Huch. Doch schon recht viel Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal vom Würschtl berichtete.
Das hat mittlerweile einen gesunden Bruder bekommen, den es tatsächlich sehr gern mag.
Weiß man ja vorher nie, ob die Kurzen die "Enthronung" so gut verkraften. Würschtl macht sich aber super als große Schwester, wobei man 'groß' in Anbetracht der brüderliche Maße relativieren muss.
Das neue Kind ist RIESIG! Finde ich. Und findet mein Rücken. Schnupsi ist da EiGENTLICH ein zu leichter Spitzname, aber benannt ist benannt.
Demnächst also an dieser Stelle:
Neues vom Würschtl und Schnupsi.
Donnerstag, 9. Januar 2014
Dr. Würschtl
Ich war ja gestern ganz schlimm krank. Bauchweh.
Also nicht wirklich, aber das Würschtl hat gesagt: "Mama, du bist kank. Hinlegen!" und zwar in einem Ton bei dem man einfach nicht widerspricht. Meine Bitte, dann doch einen Doktor konsultieren zu dürfen, wurde mit "Der ist arbeiten, ich bin eine Kankenschwesta!" abgebügelt.
Und wie man das aus dem echten Leben so kennt, sind "Kankenschwestan" mitunter recht resolut:
"Du musst 4 Tage im Bett bleiben!"
"4 Tage? Darf ich aufstehen?"
"Nein! Nicht aufstehen. Nur schlafen. Schlafen ist am besten."
"Darf ich was trinken?"
"Nein, nicht tinken und nix essen!"
"Wie? NIX essen?"
"Nein. Gar nix. - Schlafen! Schlaf jetzt!! Augen zu!!! Und nicht lachen! Nicht lachen!!"
So lag ich also auf dem Kinderzimmerboden und wurde medizinisch betreut.
In irgendeiner Fortbildung für "Kankenschwestan" muss die therapeutische Wirkung von Musik Thema gewesen sein und so begann das Würschtl auf seinem "Gewiehr" (= Klavier = Xylophon) rumzuklimpern und zu singen.
"Ich singe für dich, Mama. Du schlafen!
*lieblicher Kindergesang*
"Schlaf, Kindlein schlaf.
Die Mama schüttels Schaf...
MAMA! NICHT LACHEN!!!!!!"
Also nicht wirklich, aber das Würschtl hat gesagt: "Mama, du bist kank. Hinlegen!" und zwar in einem Ton bei dem man einfach nicht widerspricht. Meine Bitte, dann doch einen Doktor konsultieren zu dürfen, wurde mit "Der ist arbeiten, ich bin eine Kankenschwesta!" abgebügelt.
Und wie man das aus dem echten Leben so kennt, sind "Kankenschwestan" mitunter recht resolut:
"Du musst 4 Tage im Bett bleiben!"
"4 Tage? Darf ich aufstehen?"
"Nein! Nicht aufstehen. Nur schlafen. Schlafen ist am besten."
"Darf ich was trinken?"
"Nein, nicht tinken und nix essen!"
"Wie? NIX essen?"
"Nein. Gar nix. - Schlafen! Schlaf jetzt!! Augen zu!!! Und nicht lachen! Nicht lachen!!"
So lag ich also auf dem Kinderzimmerboden und wurde medizinisch betreut.
In irgendeiner Fortbildung für "Kankenschwestan" muss die therapeutische Wirkung von Musik Thema gewesen sein und so begann das Würschtl auf seinem "Gewiehr" (= Klavier = Xylophon) rumzuklimpern und zu singen.
"Ich singe für dich, Mama. Du schlafen!
*lieblicher Kindergesang*
"Schlaf, Kindlein schlaf.
Die Mama schüttels Schaf...
MAMA! NICHT LACHEN!!!!!!"
Dienstag, 31. Dezember 2013
Wir sind bereit
Altes Jahr zu Ende, möge das neue
schön, spannend und ereignisreich werden.
Und Schnupsi: wir warten und freuen uns auf dich!
Im Akkord wickeln können wir schon.
schön, spannend und ereignisreich werden.
Und Schnupsi: wir warten und freuen uns auf dich!
Im Akkord wickeln können wir schon.
Dienstag, 17. Dezember 2013
Chauvi-Würschtl re-reloaded
Aufgrund familieninterner Entwicklungen beschäftigen wir uns seit geraumer Zeit mit der Frage, wer denn nun eigentlich Kinder kriegen kann ("Flauen (sic!] und Mamas" ) und wer nicht ("Männer und Papas") und was man dazu so benötigt.
Nach mehrfacher (!) Umwälzung der Thematik "Sexualkunde für U-3jährige" kam das Würschtl neulich zu folgendem Fazit:
"Männer haben einen Penis und Flauen haben eine Scheibe!"
Der Vater nickte zustimmend. Der Doofie.
Nach mehrfacher (!) Umwälzung der Thematik "Sexualkunde für U-3jährige" kam das Würschtl neulich zu folgendem Fazit:
"Männer haben einen Penis und Flauen haben eine Scheibe!"
Der Vater nickte zustimmend. Der Doofie.
Mittwoch, 13. November 2013
#WürschtlAufschrei
Ich halte meinen Mann und mich ja für ein verhältnismäßig modernes und emanzipiertes Paar. Sicherlich gibt es bestimmte Lebensbereiche, in denen die Geschlechterzuordnung recht konservativ scheint (Vaddi spielt Fußball, Muddi kauft gern Kleider und Schuhe). Aber so ganz grundsätzlich leben wir schon sehr gleichberechtigt. Mein Mann kümmert sich genauso um Haushalt und Kind, wie ich auch Abflüsse repariere und Wasserkisten trage.
Das Würschtl allerdings scheint ein echtes Kind des antifeministischen Backlashs zu sein.
Folgende Szene spielte sich neulich morgens ab.
Wir sitzen alle auf dem Sofa im Esszimmer. Würschtl kuschelt noch mit Papa und ich frage: "Na, Würschtl: Was magst du frühstücken? Ein Brot oder Müsli?"
Das Würschtl überlegt und sagt: "Müsli!"
Ich blicke für ca. 5 Sekunden verliebt auf's Kind und freu mich, dass es schon so groß und verständig ist. Dass es eigenständige Entscheidungen treffen kann. Dass es so niedlich ist, wie es da auf Papas Schoß sitzt.
5 Sekunden. Ehrlich. Keinen Moment länger.
Dann beugt sich das Würschtl vor, zieht die Augenbrauen hoch und befiehlt im genervten Ton: "Geh kochen!"
Würden wir in diesem Haus den Ausdruck "aber zack, zack!" öfter benutzen, hätte es den noch angefügt.
Hab ich sofort die Lockenwickler gerade gerückt, die Schürze umgebunden und bin *zack, zack* an den Herd.
Das Würschtl allerdings scheint ein echtes Kind des antifeministischen Backlashs zu sein.
Folgende Szene spielte sich neulich morgens ab.
Wir sitzen alle auf dem Sofa im Esszimmer. Würschtl kuschelt noch mit Papa und ich frage: "Na, Würschtl: Was magst du frühstücken? Ein Brot oder Müsli?"
Das Würschtl überlegt und sagt: "Müsli!"
Ich blicke für ca. 5 Sekunden verliebt auf's Kind und freu mich, dass es schon so groß und verständig ist. Dass es eigenständige Entscheidungen treffen kann. Dass es so niedlich ist, wie es da auf Papas Schoß sitzt.
5 Sekunden. Ehrlich. Keinen Moment länger.
Dann beugt sich das Würschtl vor, zieht die Augenbrauen hoch und befiehlt im genervten Ton: "Geh kochen!"
Würden wir in diesem Haus den Ausdruck "aber zack, zack!" öfter benutzen, hätte es den noch angefügt.
Hab ich sofort die Lockenwickler gerade gerückt, die Schürze umgebunden und bin *zack, zack* an den Herd.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Fernweh
"Mamaaaaa, weißt du? Ich will so gern wieder Uuuhlaub. Weißt du?! Ich will wieder Keta. "
Ich auch, Würschtl. Ich auch.
Ich auch, Würschtl. Ich auch.
Mittwoch, 18. September 2013
Freude, schöner Götterfunke
Ich bin ganz sicher: das Würschtl liest hier mit. Einen Tag nach dem letzten Blog-Eintrag hat es komplett die Richtung gewechselt und redet von nix anderem als Babys, die es füttern/ auf dem Schoß halten/ streicheln will. Es akzeptiert weitgehend ohne Murren, dass ich es nicht mehr tragen kann und erkundigt sich interessiert, wann der Doktor das Kind denn nun endlich rausholt. (Wenn DU es wieder losschraubst, Würschtl!)
Nur das mit dem Geschlecht des Babys kann es noch nicht ganz so akzeptieren und so ist es im fröhlichen Wechsel entweder "meine Bluderling" oder "meine Schwesterling".
Sowieso sind zur Zeit ziemlich viele Menschen "Bluderling" und "Schwesterling". Dabei spielt das biologische Geschlecht eher eine untergeordnete Rolle: kleiner Kumpel aus der Krippe = Schwesterling. Bauarbeiter, der vor der Tür die Straße aufreißt = ebenfalls Schwesterling. Metzgersfrau = na was? Klar, Bluderling. Ich, Papa und Oma = auch alles Bluderlinge. Oder Schwesterlinge. Je nachdem.
Meiner Meinung nach kann das ja eigentlich nur zwei Sachen bedeuten: entweder schlägt die humanistische Erziehung durch ("Alle Menschen werden ... ääähhhh... Bluderlinge") oder aber die Taufe im letzten Jahr zeigt ungeahnte Wirkung. :o
Mittwoch, 11. September 2013
Auf Nummer sicher gehen
Das Würschtl wird ja große Schwester. Ein Umstand, den es ab und an interessiert, meist gleichmütig und oft eher skeptisch aufnimmt.
Bei der Frage, ob es Schwester oder Bruder haben möchte, antwortet es meist sehr ehrlich "Am liebsten eine Micky Maus!"
Beim letzten Vorsorgetermin ließ es sich vom Arzt das Versprechen geben, dass er das Baby noch nicht rausholt.
Anscheinend glaubt es jedoch, dass man sich auf Erwachsene nicht verlassen kann und so kam es heute zu folgender Szene:
Das Würschtl spielt in seinem Zimmer, ich liege währenddessen dekorativ auf dem Boden und werde mit Milchkaffee (= Dose mit Knete), einem Pflaster (= Osteraufkleber) und einer Decke ( = Waschlappen, immerhin trocken) versorgt.
Dann holt das Würschtl den Spielzeugakkuschrauber und schraubt so allerhand fest. Den Stuhl, den Teppich, das Bett.
Irgendwann steht es neben mir, hält den Akkuschrauber an meinen Bauch und erklärt: "Mama, Baby nicht rauskommen. Ich festschrauben."
Na, wenn's denn hilft.
Bei der Frage, ob es Schwester oder Bruder haben möchte, antwortet es meist sehr ehrlich "Am liebsten eine Micky Maus!"
Beim letzten Vorsorgetermin ließ es sich vom Arzt das Versprechen geben, dass er das Baby noch nicht rausholt.
Anscheinend glaubt es jedoch, dass man sich auf Erwachsene nicht verlassen kann und so kam es heute zu folgender Szene:
Das Würschtl spielt in seinem Zimmer, ich liege währenddessen dekorativ auf dem Boden und werde mit Milchkaffee (= Dose mit Knete), einem Pflaster (= Osteraufkleber) und einer Decke ( = Waschlappen, immerhin trocken) versorgt.
Dann holt das Würschtl den Spielzeugakkuschrauber und schraubt so allerhand fest. Den Stuhl, den Teppich, das Bett.
Irgendwann steht es neben mir, hält den Akkuschrauber an meinen Bauch und erklärt: "Mama, Baby nicht rauskommen. Ich festschrauben."
Na, wenn's denn hilft.
Sonntag, 28. Juli 2013
Zurück in die Vergangenheit
Das Würschtl versucht sich seit einigen Wochen in Zeitrechnung.
Das heißt, alles, was in der Vergangenheit geschah, war "gestern". Egal ob es neulich beim Kumpel zu Besuch war oder vor 5 Minuten der Papa geschimpft hat oder vor 3 Wochen im Kindergarten Geburtstag gefeiert wurde.
Alles, was zukünftig passieren wird, ist "morgart!" (Fragt nicht.) Auch hier völlig nebensächlich, ob man wirklich morgen in den Kindergarten geht oder im Februar Geburtstag hat.
So war es bisher.
Heute machte das Würschtl dann allerdings eine neue Zeitrechnung auf.
Wir sitzen am Frühstückstisch und das Würschtl findet, es müsse auf meinen Schoß und dazu quer über den Tisch klettern.
Ich: "Was wird das denn? Man klettert doch nicht über den Tisch!"
Würschtl: "Doch! Mache ich!"
Ich: "Du? Du bist noch NIE über den Tisch geklettert."
Würschtl: "Doch! Bin ich!"
Ich: "Achso, und wann soll das gewesen sein?"
Würschtl (beiläufig-besserwisserisch): "Vor 5 Jahren."
Achso, na dann: komm rüber.*
*Disclaimer: das Würschtl ist natürlich NICHT über den Tisch geklettert, sondern war von meinem Lachanfall soweit abgelenkt, dass es von seinem Unterfangen Abstand genommen hat.
Das heißt, alles, was in der Vergangenheit geschah, war "gestern". Egal ob es neulich beim Kumpel zu Besuch war oder vor 5 Minuten der Papa geschimpft hat oder vor 3 Wochen im Kindergarten Geburtstag gefeiert wurde.
Alles, was zukünftig passieren wird, ist "morgart!" (Fragt nicht.) Auch hier völlig nebensächlich, ob man wirklich morgen in den Kindergarten geht oder im Februar Geburtstag hat.
So war es bisher.
Heute machte das Würschtl dann allerdings eine neue Zeitrechnung auf.
Wir sitzen am Frühstückstisch und das Würschtl findet, es müsse auf meinen Schoß und dazu quer über den Tisch klettern.
Ich: "Was wird das denn? Man klettert doch nicht über den Tisch!"
Würschtl: "Doch! Mache ich!"
Ich: "Du? Du bist noch NIE über den Tisch geklettert."
Würschtl: "Doch! Bin ich!"
Ich: "Achso, und wann soll das gewesen sein?"
Würschtl (beiläufig-besserwisserisch): "Vor 5 Jahren."
Achso, na dann: komm rüber.*
*Disclaimer: das Würschtl ist natürlich NICHT über den Tisch geklettert, sondern war von meinem Lachanfall soweit abgelenkt, dass es von seinem Unterfangen Abstand genommen hat.
Montag, 15. Juli 2013
Ey!
Heute nach dem Kindergarten.
Das Würschtl will nicht laufen.
"Mama! Tragen! Arm!"
"Ooooch nööö, Würschtl, ich kann nicht!"
"Walu-humm?"
"Du bist so schwer."
"Großes Mädchen!"
"Ja, genau. Und außerdem bin ich zu schwach."
"Ja. Und ALT!"
WER HAT IHR DAS BEIGEBRACHT?!?!?!?!?
Das Würschtl will nicht laufen.
"Mama! Tragen! Arm!"
"Ooooch nööö, Würschtl, ich kann nicht!"
"Walu-humm?"
"Du bist so schwer."
"Großes Mädchen!"
"Ja, genau. Und außerdem bin ich zu schwach."
"Ja. Und ALT!"
WER HAT IHR DAS BEIGEBRACHT?!?!?!?!?
Mittwoch, 1. Mai 2013
Beauty of the Day
An einem Feiertag kann man es sich auch einfach mal gut gehen lassen und ein bisschen mit der besten Freundin 'wellnessen'.
Dienstag, 30. April 2013
Methodenwechsel
Wenn ich etwas in den letzten beiden Jahren verstanden habe, ist es, dass bei den Themen Kinderpflege und -erziehung der Zeitgeist eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.
Ob nun beeinflusst durch die politische und soziale Lage oder Lobbyarbeit oder dem blauen Mond im 7. Haus - das Pendel schlägt von links nach rechts und wieder zurück.
Während man zu DDR-Zeiten mit 25 spätgebärend war, heißt es heute: "Mensch, die haben ja früh angefangen."
War Stillen in der 70/80ern (beeinflusst von Nestlé, Alete & Co.) eher verpönt, beklagen sich viele nichtstillende Mütter heute über eine gewisse Stigmatisierung durch die "Stillmafia".
Bin ich sprachlos, wenn mir Bekannte aus der Elterngeneration für mein 3 Monate altes Baby den Tipp "Lass es doch schreien und mach die Tür zu. Das stärkt die Lungen." geben, erzählt mir meine Schwiegermutter schreckensbleich, dass ihre Nachbarin ihr Neugeborenes "festzurrt und an die Wand hängt."
(Ich bin mir recht sicher, dass die Nachbarin nur puckt und das das Wandszenario dem Stilmittel "Übertreibung macht anschaulich" geschuldet ist.)
Nun frag ich mich ja, wie das so sein wird, wenn das Würschtl mal Kinder kriegen sollte. Welcher Teil der Kinderpflege erscheint ihm dann völlig 'gestrig' oder gar falsch?
Wird es mir ein genervtes "Was denn? Natürlich kann man ein 3 Wochen altes Kind ferbern?" entgegenschleudern.
Wird es mich belehren: "Tragetücher sind Humbug. Ihr Wert für die Mutter-Kind-Bindung ist nicht bewiesen und außerdem muss sich das Kind nunmal daran gewöhnen allein zu liegen und zu schlafen."
Oder wird es mit dem Töpfchentraining beginnen, sobald das Kind sitzen kann.
Für letzteres gibt es bereits jetzt Anzeichen, die besonders den Opa freuen dürften.
Allerdings hapert es ein bisschen in der Umsetzung.
Samstag, 27. April 2013
Lektüreempfehlung
Das Würschtl war gestern am Regal und hat uns zwei Bücher rausgelegt.
"Der Shakespeare Führer" von Ulrich Suerbaum und den Ratgeber "Eltern werden - Partner bleiben" (Geschenk!)
Was es uns damit wohl sagen will?
"Der Shakespeare Führer" von Ulrich Suerbaum und den Ratgeber "Eltern werden - Partner bleiben" (Geschenk!)
Was es uns damit wohl sagen will?
Freitag, 26. April 2013
Konsumgör
In den letzten Wochen hat es sich herauskristallisiert: Das Würschtl hat die Prinzipen der Marktwirtschaft schneller verstanden als seine Mutter seinerzeit.
"Mama! Bummibärchen! Haben!"
"Nein, Würschtl, die sind alle."
"Müssen kaufen."
"Mama! Leba-wuast!"
"Ooooh, ich glaub, die ist alle!"
"Kaufen!"
"Mama?! Lampe?!"
"Huch, da ist wohl die Glühbirne kaputt."
"Neu kaufen!"
Und dann gestern. Nach einem sehr, sehr anstrengenden Tag:
"Boah, Würschtl, Mama ist total kaputt."
"Müssen neu kaufen!"
Schlimmster Heuschreckenkapitalismus ist das. :(
"Mama! Bummibärchen! Haben!"
"Nein, Würschtl, die sind alle."
"Müssen kaufen."
"Mama! Leba-wuast!"
"Ooooh, ich glaub, die ist alle!"
"Kaufen!"
"Mama?! Lampe?!"
"Huch, da ist wohl die Glühbirne kaputt."
"Neu kaufen!"
Und dann gestern. Nach einem sehr, sehr anstrengenden Tag:
"Boah, Würschtl, Mama ist total kaputt."
"Müssen neu kaufen!"
Schlimmster Heuschreckenkapitalismus ist das. :(
Freitag, 5. April 2013
Mein Beeeeeeeeeebiiiii
... wird groß.
2011 mit Patentantchen auf der Kautsch.
... und auf den Tag genau 2 Jahre später auf'm Weg zu Oma und Opa.
An dieser Stelle verkneife ich mir jeden Kommentar zum Wetter.
2011 mit Patentantchen auf der Kautsch.
... und auf den Tag genau 2 Jahre später auf'm Weg zu Oma und Opa.
An dieser Stelle verkneife ich mir jeden Kommentar zum Wetter.
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