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Donnerstag, 19. Mai 2011

Big Buddies

Da trete ich heute ahnungslos aus dem U-Bahn-Lift und wer steht vor mir? Hans Meyer! 
Ja, genau. DER Hans Meyer. 
Beruf: Trainerlegende. 
Seine Mission diesmal: Geld sammeln für Äthopien. 
War er bei mir natürlich an der richtigen Adresse und wie er es wahrscheinlich in einem Personal-Training-Seminar gelernt hat, hat er mich gleich am Oberarm angefasst als ich mein 2-Euro-Stück in die Kasse warf. Ich wasch den Arm jetzt nicht mehr. Und in den Kinderwagen hat er auch geschaut und gesagt: "Toll. Auf das alle Kinder so glücklich werden." Das Kind wasch ich jetzt auch nicht mehr.
Und dabei hatten wir uns doch neulich erst getroffen, als ich eine Woche vor'm Entbindungstermin in der Schlange zur Podiumsdiskussion mit Dieter Hecking anstand. Da hat er mich gefragt, ob es hier was umsonst gäbe. 
Der Hans und ich, wir werden noch richtig dicke Kumpels, glaub ich.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Frühkindliche Prägung

Noch vor der Geburt wurde ja im Familien- und Freundeskreis überlegt, welcher Fußballverein dem Würschtl näher gebracht werden sollte. Der regionale Club der Wahl (DER Club) passt so rein gar nicht zum väterlichen Favoriten (die "Bayernradden", um mal im fränkischen Idiom zu bleiben).
Entgegen meiner Befürchtungen hielten sich bislang alle Beteiligten zurück, was das Schenken von Fan-Devotionalien angeht. (Nur ein FC Bayern Schnuller und ein Eierbecher wurden bisher geschenkt.) 
Väterlicherseits hieß es: "Sie soll das ganz alleine entscheiden." und die Anhänger des Ruhmreichen nickten verständnisvoll. So viel Einvernehmlickeit gab es bei beiden Vereinen nur selten.
Doch dann grätschten an Ostern meine Eltern dazwischen:



Mich freut's.
"Hansa foreeeever, für alle Zeit, Hansa fore-he-ver und für die Ewigkeit!"

Mittwoch, 23. März 2011

Bäumchen, wechsel dich

Auch wenn das gegen den Trend ist: ich mag die deutsche Bundesliga. 
Gut, sie mag im Vergleich zu England oder Spanien etwas dröge sein, aber wenigstens arbeiten die meisten Vereine recht solide (Gruß nach Gelsenkirchen) und agieren nicht wie in einer dicken fetten ökonmischen Seifenblase, die früher oder später mal platzen muss. 
In dieser Saison wird nun auch noch meine Schwäche für Melodramatik bedient.
So ein bisschen ist es es nämlich diesmal wie beim Wasserball. oben rum, also an der Tabellenspitze, sieht das alles sehr gesitten und oft auch ansehnlich aus, aber unten rum wird getreten, geboxt und gekniffen wie nix gutes. 
Interessanterweise müssen in dieser Saison Vereine treten, boxen und kneifen, die das noch nie oder doch zumindestens schon ewig nicht mehr gemacht haben. Oder hat im August irgendwer Werder Bremen in Abstiegsgefahr gesehen? Also ich nicht. 
ICH hab mir bei Comunio allerdings auch den Marin gekauft, weil ich dachte, in der Rückrunde KANN es nur besser werden. Tjanu, einer von unzähligen Fehlkäufen....

In den letzten Wochen hat im Zuge des Überlebenskampfes nun irgendjemand 5€ für's Trainerkarussell bezahlt. Oder eher 50€. 
Den Startschuss dazu gaben mal wieder die Bayern. Die kämpfen zwar nicht gegen den Abstieg, aber verzweifelt um einen Platz im europäischen Wettbewerb, was so ungefähr auf's gleiche rauskommt.

Davon angesteckt hat sich der HSV gedacht: "Ach wir haben uns diese Saison ja eh schon alle irgendwie gegenseitig in die Pfanne gehauen: schmeißen wir doch auch noch den Veh raus. Zum Saisonende, ma sagen. Oder doch lieber gleich."
Jetztmal echt: HSV-Fan sein ist doch Höchststrafe diese Saison, oder? Und die nächsten 5 wahrscheinlich auch, denn was das Management da abgeliefert hat, ist doch eigentlich Selbstmord. Also mich persönlich wundert es nicht, dass Rudd Van Nistelrooy mittlerweile kurz davor ist, das Taschengeld seines Sohnes zu verpfänden, um sich aus diesem Chaosverein rauszukaufen.

Aber zurück zum Trainerkarussell, denn sie ging weiter, die wilde Fahrt: Magath fliegt bei Schalke  raus. NEIN! Ein Felix Magath wird nicht gefeuert, ein Felix Magath feuert sich höchstens selbst!!! . Um innerhalb von nicht mal 5 tagen wieder bei seinem Ex-Verein und Schalke-Konkurrenten Wolfsburg auf der Bank zu sitzen. Jeder normale Arbeitnehmer würde bei so einem Ding doch wegen Betriebsspionage verklagt, oder? 
So aber: Ragnick zu Schalke, mal wieder. 
Dutt von Freiburg nach Leverkusen. 
Heynckes von Leverkusen (höchstwahrscheinlich) zu den Bayern, mal wieder. 
Skibbe fliegt und Frankfurt holt sich Christoph Daum (Es wird wieder Zeit für unzählige Seitenlinien-Witze ...).
Und das sind nur die News der letzten 14 Tage. 

Tja, ihr Italiener, bei uns ist auch ordentlich was los, denn in der Bundesliga geht es zur Zeit zu wie im Swingerclub von Bad Salzuflen*.

Und ich bin mir noch gar nicht sicher, welche Entwicklung ich jetzt am interessantesten finde: die Selbstdemontage des Hamburger Sportvereins. Oder den Magath'schen Supercoup: in zwei Saisons nen Traditionsverein (*hust*) runterreiten und dann wieder zurück in den warmen VW-Schoß.

Es bleibt spannend!

PS. Wo ist eigentlich Peter Neururer und sein Lederschlips?

*DISCLAIMER: Liebe Leser aus Bad Salzuflen, bevor ihr jetzt eure Nachbarn ganz schel anguckt und überlegt, ob die in den Swingerclub gehen: ich weiß nicht, ob eure Stadt über so eine Einrichtung verfügt. Es klang nur so nett. :D

Mittwoch, 16. März 2011

Wenn die Bayern Trauer tragen

In diesem Hause herrscht heute Trauer.

Der Himmel ist bedeckt, das Radio spielt ganz leise nur  klassische Musik und das Würschtl miept auch ganz verhalten. Mit gesenktem Haupt schleicht sein Vater durch die Wohnung und immer wenn ich etwas Tröstendes sagen will, kommt er mir mit einem "Hör auf" oder "Sag einfach nichts" zuvor. 

Das ist besser als gestern abend. 
Gestern abend war er weniger diplomatisch und bedachte mich mit einem herzhaften "Schnauze" als ich dem Kind erzählte, sein Vater sei heute abend sehr traurig.
Ich schieb es mal auf die diversen Bier und Schnäps. Und den Schmerz des Verlierers. Und es schmerzt ihn sehr, dieses 2:3. Sogar die Worte "Barcelona... Manchester ...1999" fielen. Und ganz schlecht geschlafen hat er heute nacht auch. 
Ein gebrochener Mann - der kurz vor'm ins Bett gehen sagte: "Wenn ich euch nicht hätte, würde es mir RICHITG schlecht gehen."