Ich auch, Würschtl. Ich auch.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Fernweh
"Mamaaaaa, weißt du? Ich will so gern wieder Uuuhlaub. Weißt du?! Ich will wieder Keta. "
Ich auch, Würschtl. Ich auch.
Ich auch, Würschtl. Ich auch.
Mittwoch, 18. September 2013
Freude, schöner Götterfunke
Ich bin ganz sicher: das Würschtl liest hier mit. Einen Tag nach dem letzten Blog-Eintrag hat es komplett die Richtung gewechselt und redet von nix anderem als Babys, die es füttern/ auf dem Schoß halten/ streicheln will. Es akzeptiert weitgehend ohne Murren, dass ich es nicht mehr tragen kann und erkundigt sich interessiert, wann der Doktor das Kind denn nun endlich rausholt. (Wenn DU es wieder losschraubst, Würschtl!)
Nur das mit dem Geschlecht des Babys kann es noch nicht ganz so akzeptieren und so ist es im fröhlichen Wechsel entweder "meine Bluderling" oder "meine Schwesterling".
Sowieso sind zur Zeit ziemlich viele Menschen "Bluderling" und "Schwesterling". Dabei spielt das biologische Geschlecht eher eine untergeordnete Rolle: kleiner Kumpel aus der Krippe = Schwesterling. Bauarbeiter, der vor der Tür die Straße aufreißt = ebenfalls Schwesterling. Metzgersfrau = na was? Klar, Bluderling. Ich, Papa und Oma = auch alles Bluderlinge. Oder Schwesterlinge. Je nachdem.
Meiner Meinung nach kann das ja eigentlich nur zwei Sachen bedeuten: entweder schlägt die humanistische Erziehung durch ("Alle Menschen werden ... ääähhhh... Bluderlinge") oder aber die Taufe im letzten Jahr zeigt ungeahnte Wirkung. :o
Mittwoch, 11. September 2013
Auf Nummer sicher gehen
Das Würschtl wird ja große Schwester. Ein Umstand, den es ab und an interessiert, meist gleichmütig und oft eher skeptisch aufnimmt.
Bei der Frage, ob es Schwester oder Bruder haben möchte, antwortet es meist sehr ehrlich "Am liebsten eine Micky Maus!"
Beim letzten Vorsorgetermin ließ es sich vom Arzt das Versprechen geben, dass er das Baby noch nicht rausholt.
Anscheinend glaubt es jedoch, dass man sich auf Erwachsene nicht verlassen kann und so kam es heute zu folgender Szene:
Das Würschtl spielt in seinem Zimmer, ich liege währenddessen dekorativ auf dem Boden und werde mit Milchkaffee (= Dose mit Knete), einem Pflaster (= Osteraufkleber) und einer Decke ( = Waschlappen, immerhin trocken) versorgt.
Dann holt das Würschtl den Spielzeugakkuschrauber und schraubt so allerhand fest. Den Stuhl, den Teppich, das Bett.
Irgendwann steht es neben mir, hält den Akkuschrauber an meinen Bauch und erklärt: "Mama, Baby nicht rauskommen. Ich festschrauben."
Na, wenn's denn hilft.
Bei der Frage, ob es Schwester oder Bruder haben möchte, antwortet es meist sehr ehrlich "Am liebsten eine Micky Maus!"
Beim letzten Vorsorgetermin ließ es sich vom Arzt das Versprechen geben, dass er das Baby noch nicht rausholt.
Anscheinend glaubt es jedoch, dass man sich auf Erwachsene nicht verlassen kann und so kam es heute zu folgender Szene:
Das Würschtl spielt in seinem Zimmer, ich liege währenddessen dekorativ auf dem Boden und werde mit Milchkaffee (= Dose mit Knete), einem Pflaster (= Osteraufkleber) und einer Decke ( = Waschlappen, immerhin trocken) versorgt.
Dann holt das Würschtl den Spielzeugakkuschrauber und schraubt so allerhand fest. Den Stuhl, den Teppich, das Bett.
Irgendwann steht es neben mir, hält den Akkuschrauber an meinen Bauch und erklärt: "Mama, Baby nicht rauskommen. Ich festschrauben."
Na, wenn's denn hilft.
Sonntag, 28. Juli 2013
Zurück in die Vergangenheit
Das Würschtl versucht sich seit einigen Wochen in Zeitrechnung.
Das heißt, alles, was in der Vergangenheit geschah, war "gestern". Egal ob es neulich beim Kumpel zu Besuch war oder vor 5 Minuten der Papa geschimpft hat oder vor 3 Wochen im Kindergarten Geburtstag gefeiert wurde.
Alles, was zukünftig passieren wird, ist "morgart!" (Fragt nicht.) Auch hier völlig nebensächlich, ob man wirklich morgen in den Kindergarten geht oder im Februar Geburtstag hat.
So war es bisher.
Heute machte das Würschtl dann allerdings eine neue Zeitrechnung auf.
Wir sitzen am Frühstückstisch und das Würschtl findet, es müsse auf meinen Schoß und dazu quer über den Tisch klettern.
Ich: "Was wird das denn? Man klettert doch nicht über den Tisch!"
Würschtl: "Doch! Mache ich!"
Ich: "Du? Du bist noch NIE über den Tisch geklettert."
Würschtl: "Doch! Bin ich!"
Ich: "Achso, und wann soll das gewesen sein?"
Würschtl (beiläufig-besserwisserisch): "Vor 5 Jahren."
Achso, na dann: komm rüber.*
*Disclaimer: das Würschtl ist natürlich NICHT über den Tisch geklettert, sondern war von meinem Lachanfall soweit abgelenkt, dass es von seinem Unterfangen Abstand genommen hat.
Das heißt, alles, was in der Vergangenheit geschah, war "gestern". Egal ob es neulich beim Kumpel zu Besuch war oder vor 5 Minuten der Papa geschimpft hat oder vor 3 Wochen im Kindergarten Geburtstag gefeiert wurde.
Alles, was zukünftig passieren wird, ist "morgart!" (Fragt nicht.) Auch hier völlig nebensächlich, ob man wirklich morgen in den Kindergarten geht oder im Februar Geburtstag hat.
So war es bisher.
Heute machte das Würschtl dann allerdings eine neue Zeitrechnung auf.
Wir sitzen am Frühstückstisch und das Würschtl findet, es müsse auf meinen Schoß und dazu quer über den Tisch klettern.
Ich: "Was wird das denn? Man klettert doch nicht über den Tisch!"
Würschtl: "Doch! Mache ich!"
Ich: "Du? Du bist noch NIE über den Tisch geklettert."
Würschtl: "Doch! Bin ich!"
Ich: "Achso, und wann soll das gewesen sein?"
Würschtl (beiläufig-besserwisserisch): "Vor 5 Jahren."
Achso, na dann: komm rüber.*
*Disclaimer: das Würschtl ist natürlich NICHT über den Tisch geklettert, sondern war von meinem Lachanfall soweit abgelenkt, dass es von seinem Unterfangen Abstand genommen hat.
Montag, 15. Juli 2013
Ey!
Heute nach dem Kindergarten.
Das Würschtl will nicht laufen.
"Mama! Tragen! Arm!"
"Ooooch nööö, Würschtl, ich kann nicht!"
"Walu-humm?"
"Du bist so schwer."
"Großes Mädchen!"
"Ja, genau. Und außerdem bin ich zu schwach."
"Ja. Und ALT!"
WER HAT IHR DAS BEIGEBRACHT?!?!?!?!?
Das Würschtl will nicht laufen.
"Mama! Tragen! Arm!"
"Ooooch nööö, Würschtl, ich kann nicht!"
"Walu-humm?"
"Du bist so schwer."
"Großes Mädchen!"
"Ja, genau. Und außerdem bin ich zu schwach."
"Ja. Und ALT!"
WER HAT IHR DAS BEIGEBRACHT?!?!?!?!?
Mittwoch, 1. Mai 2013
Beauty of the Day
An einem Feiertag kann man es sich auch einfach mal gut gehen lassen und ein bisschen mit der besten Freundin 'wellnessen'.
Dienstag, 30. April 2013
Methodenwechsel
Wenn ich etwas in den letzten beiden Jahren verstanden habe, ist es, dass bei den Themen Kinderpflege und -erziehung der Zeitgeist eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.
Ob nun beeinflusst durch die politische und soziale Lage oder Lobbyarbeit oder dem blauen Mond im 7. Haus - das Pendel schlägt von links nach rechts und wieder zurück.
Während man zu DDR-Zeiten mit 25 spätgebärend war, heißt es heute: "Mensch, die haben ja früh angefangen."
War Stillen in der 70/80ern (beeinflusst von Nestlé, Alete & Co.) eher verpönt, beklagen sich viele nichtstillende Mütter heute über eine gewisse Stigmatisierung durch die "Stillmafia".
Bin ich sprachlos, wenn mir Bekannte aus der Elterngeneration für mein 3 Monate altes Baby den Tipp "Lass es doch schreien und mach die Tür zu. Das stärkt die Lungen." geben, erzählt mir meine Schwiegermutter schreckensbleich, dass ihre Nachbarin ihr Neugeborenes "festzurrt und an die Wand hängt."
(Ich bin mir recht sicher, dass die Nachbarin nur puckt und das das Wandszenario dem Stilmittel "Übertreibung macht anschaulich" geschuldet ist.)
Nun frag ich mich ja, wie das so sein wird, wenn das Würschtl mal Kinder kriegen sollte. Welcher Teil der Kinderpflege erscheint ihm dann völlig 'gestrig' oder gar falsch?
Wird es mir ein genervtes "Was denn? Natürlich kann man ein 3 Wochen altes Kind ferbern?" entgegenschleudern.
Wird es mich belehren: "Tragetücher sind Humbug. Ihr Wert für die Mutter-Kind-Bindung ist nicht bewiesen und außerdem muss sich das Kind nunmal daran gewöhnen allein zu liegen und zu schlafen."
Oder wird es mit dem Töpfchentraining beginnen, sobald das Kind sitzen kann.
Für letzteres gibt es bereits jetzt Anzeichen, die besonders den Opa freuen dürften.
Allerdings hapert es ein bisschen in der Umsetzung.
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